Magnesium in Schwangerschaft und Stillzeit: Wann ein Mehrbedarf entstehen kann

Frauen weisen im Allgemeinen einen Magnesiumbedarf von 300 Milligramm pro Tag auf. Während der Schwangerschaft kann sich dieser Bedarf auf 310 bis 350 Milligramm erhöhen. Eine ausgewogene Ernährung kann dazu beitragen, die Magnesiumzufuhr abzudecken. Ob darüber hinaus eine ergänzende Zufuhr sinnvoll sein kann, hängt von der individuellen Ernährung und Versorgungssituation ab.
Was passiert bei einem Magnesiummangel?
Da Magnesium ein essenzieller Mineralstoff ist, der an mehr als 300 enzymatischen Reaktionen im Körper beteiligt ist, ist die richtige Dosierung entscheidend. Steht dem Körper zu wenig Magnesium zur Verfügung, dann drohen negative Auswirkungen auf unter anderem Muskel- und Nervenfunktionen, die Proteinsynthese und den Energiestoffwechsel. Problematisch ist, dass der menschliche Körper Magnesium nicht selbst herstellen kann, sodass er darauf angewiesen ist, über die tägliche Nahrung oder durch die ergänzende Einnahme von Supplementen seinen Bedarf zu decken. Zu den häufigen Symptomen bei Magnesiummangel gehören:
- Muskelschwäche, Muskelkrämpfe
- Müdigkeit
- Schwächegefühle
- Kribbeln und Taubheitsgefühle
- Kopfschmerzen
- Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen
- Übelkeit
- Appetitlosigkeit
Doch Achtung: Das Auftreten eines oder mehrerer dieser Symptome ist kein Nachweis für das Vorliegen eines Magnesiummangels, sondern erfordert die medizinische Abklärung durch einen Facharzt oder den Hausarzt. Die Diagnostik erfolgt mittels Messung der Magnesiumkonzentration im Blut. Oftmals werden hierbei auch Kalium, Kalzium und Nierenwerte kontrolliert, da sie parallel zum Magnesiumspiegel ebenfalls verändert sein können.
Wie finde ich das richtige Produkt?
Nach Rücksprache mit dem Mediziner und nach Bestimmung des aktuellen Mikronährstoff-Status wird ein passender Magnesium Komplex ausgewählt. BIOGENA beispielsweise bietet ein Produkt ohne unnötige Zusatzstoffe, das als rein vegan zertifiziert ist. Der Umstand, dass insbesondere in der Schwangerschaft, in der Stillzeit und bei großer körperlicher Belastung die Gefahr von Mineralstoffmängeln besteht, hat dazu geführt, dass Magnesium der Mineralstoff ist, der am häufigsten in Form von Nahrungsergänzungsprodukten eingenommen wird.
Eine gute Magnesium-Versorgung – wichtig für Mutter und Kind
Während Schwangerschaft und Stillzeit verändern sich die Anforderungen an die Nährstoffversorgung. Wie hoch die individuelle Magnesiumzufuhr sein sollte, hängt unter anderem von Alter und Lebenssituation ab. Magnesium hat eine Funktion bei der Zellteilung. Einige Studien – unter anderem Yin et al. (2010) – weisen sogar darauf hin, dass eine höhere mütterliche Magnesiumzufuhr im dritten Schwangerschaftsdrittel mit einer höheren Knochendichte der Kinder im Teenageralter verbunden sein kann.
Wie gut ist die Magnesiumversorgung in Deutschland?
Laut der Nationalen Verzehrsstudie ist bei 27 Prozent der in Deutschland lebenden Frauen die täglich aufgenommene Menge an Magnesium nicht ausreichend. In der Altersgruppe der 19- bis 24-Jährigen lag die durchschnittliche Magnesiumzufuhr laut NVS II um 116 Milligramm unter dem damaligen Referenzwert. Ob eine ergänzende Magnesiumzufuhr sinnvoll sein kann, lässt sich daraus jedoch nicht pauschal ableiten und sollte individuell beurteilt werden.
Rechtzeitig agieren und Mutter und Kind schützen
Magnesium ist sowohl für die Gesundheit der Mutter als auch für die Entwicklung des Kindes wichtig. Nüsse, Samen und Hülsenfrüchte sind natürliche Quellen für Magnesium, jedoch enthält die tägliche Ernährung oftmals nicht ausreichend von diesen Lebensmitteln beziehungsweise es existieren anderweitige Gründe dafür, dass der Magnesiumspiegel zu niedrig ist. Die Einnahme von Supplementen ist zwar nicht pauschal für alle Schwangeren und Stillenden erforderlich, jedoch liegt statistisch eine relativ hohe Wahrscheinlichkeit vor, dass die tägliche Magnesiumzufuhr ohne Nahrungsergänzungsprodukte zu niedrig ist.



