Vitamine für Kinder: Was Eltern wissen sollten

Kinder wachsen und entwickeln sich ständig weiter. Eine ausgewogene Ernährung ist dabei ein wichtiger Baustein, doch im hektischen Familienalltag ist es nicht immer einfach, alle Nährstoffe in ausreichender Menge auf den Tisch zu bringen. Vitamine spielen eine wichtige Rolle für verschiedene Körperfunktionen und sollten in der Kinderernährung nicht fehlen.
Viele Eltern fragen sich, welche Vitamine besonders wichtig sind und wann eine Nahrungsergänzung sinnvoll sein könnte. Grundsätzlich bildet eine vielfältige Ernährung mit frischem Obst, Gemüse, Vollkornprodukten und Proteinen die beste Basis. Dennoch gibt es einzelne Vitamine, bei denen die Versorgung in Deutschland kritisch sein kann.
Vitamin D: Besonders im Winter relevant
Vitamin D hat eine Besonderheit: Es wird hauptsächlich in der Haut durch Sonneneinstrahlung gebildet und kann nur begrenzt über die Nahrung aufgenommen werden. In den Herbst- und Wintermonaten reicht die Sonneneinstrahlung in Deutschland oft nicht aus. Kinderärzte empfehlen daher für Kinder häufig eine Vitamin-D-Gabe, besonders im ersten Lebensjahr.
Gängige Fachgesellschaften geben Referenzwerte vor – hierzu berät der Kinderarzt. Vitamin D3 Tropfen sind dabei eine praktische Darreichungsform, die sich gut dosieren lässt und auch von Säuglingen gut eingenommen werden kann. Der Kinderarzt kann den Vitamin-D-Status bei Bedarf überprüfen und individuelle Empfehlungen geben.
Vitamin A: In vielen Lebensmitteln enthalten
Vitamin A findet sich in verschiedenen Lebensmitteln und kann vom Körper auf unterschiedliche Weise aufgenommen werden. Tierische Quellen wie Leber, Eier und Milchprodukte enthalten direkt verwertbares Vitamin A. Pflanzliche Lebensmittel wie Karotten, Süßkartoffeln und grünes Blattgemüse liefern Beta-Carotin, das der Körper bei Bedarf in Vitamin A umwandeln kann.
Bei einer abwechslungsreichen Ernährung ist die Versorgung mit Vitamin A in der Regel gut. Eine zusätzliche Gabe ist nur in seltenen Ausnahmefällen notwendig und sollte immer mit dem Kinderarzt besprochen werden. Übrigens: Bei Vitamin A ist eine Überdosierung zu vermeiden, daher sollte eine Supplementierung nur nach Rücksprache mit medizinischem Fachpersonal erfolgen.
B-Vitamine: Eine ganze Gruppe
Unter dem Begriff B-Vitamine versteht man eine Gruppe von acht verschiedenen Vitaminen. Sie sind an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, insbesondere am Energiestoffwechsel. Vitamin B12 spielt zudem eine Rolle bei der Blutbildung.
Eine ausgewogene Ernährung mit Vollkornprodukten, Fleisch, Fisch, Eiern und Hülsenfrüchten versorgt Kinder normalerweise ausreichend mit B-Vitaminen. Eine Ausnahme kann bei vegetarischer oder veganer Ernährung bestehen: Vitamin B12 kommt fast ausschließlich in tierischen Produkten vor, sodass hier eine Supplementierung nach ärztlicher Beratung erwogen werden sollte.
Vitamin C: Reichlich in Obst und Gemüse
Vitamin C ist in vielen Obst- und Gemüsesorten enthalten. Zitrusfrüchte, Beeren, Paprika, Brokkoli und Kiwis sind besonders gute Quellen. Kinder, die regelmäßig frisches Obst und Gemüse essen, nehmen in der Regel genügend Vitamin C auf.
Eine zusätzliche Gabe ist bei ausgewogener Ernährung nicht notwendig und nur bei sehr einseitiger Ernährung zu erwägen.
Fazit: Vielfalt auf dem Teller
Bei den meisten Kindern deckt eine vielfältige und ausgewogene Ernährung den Vitaminbedarf gut ab. Vitamin D stellt dabei eine Ausnahme dar und wird häufig supplementiert, besonders in den Wintermonaten. Eltern sollten auf eine bunte Auswahl verschiedener Lebensmittel achten und bei Unsicherheiten den Kinderarzt um Rat fragen. Eine individuelle Beratung berücksichtigt die spezifischen Ernährungsgewohnheiten der Familie und kann gezielte Empfehlungen geben.






